England, Irland

Neuere Kritiken

Lübecker Nachrichten 14.11.2006

Roter Teppich für Mozart

LÜBECK - Mozart an der Musikhochschule ist lohnend. Das hat sich herumgesprochen, so dass der Abend „Klavierkonzerte IV" aus­verkauft war. Manfred Fock spielte die Konzerte in Es-Dur KV 271 ( „Jenamy") und in A-Dur KV 488. Wie bei den vorangegangenen Konzerten bestand das Orchester aus Studierenden und Professoren, was nicht nur eine aparte Optik, sondern auch ein überzeugendes klangliches Ergebnis bewirkte. Manfred Fock nahm sich vollkommen zurück. Nicht das Visuelle war wichtig bei seinem Auftritt, sondern er wirkte allein durch die Musik, die er entstehen ließ. Der unaufgeregte, in sich ruhende Pianist interpretierte das Jenamy-Konzert dicht und eindringlich. Die Kadenz des zweiten Satzes war wunderbar ausgespielt, bestach durch ihre Eleganz Dass der Professor auch ein sehr guter Techniker ist, bewies er im Schlusssatz. Das A-Dur-Konzert war ebenfalls überzeugend. Viel Beifall und bewundernde Blicke gab es nicht nur vom Publikum, sondern auch aus den eigenen Reihen des Orchesters. cst

Kieler Nachrichten 8.6.2009

Vielfältig anregende Klangwelten

Klavierabend mit Manfred Fock im Bachsaal der Kieler Universität Von Henrik Drüner

Kiel - Unter seinen Eleven befinden sich mehrere Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. Doch auch Manfred Fock selbst vermag als Konzertpianist beständig Akzente zu setzen. Vor über 80 Zuhörern im Bachsaal des Musikwissenschaftlichen Instituts der CAU Kiel konzentrierte sich Focks Programm auf den Zeitraum zwischen 1780 und 1840 - mit einer neumusikalischen Ausnahme. Mozarts Sonate C-Dur KV 330 läutete die Phase der Wiener Sonaten ein, die den Komponisten in voller Reife zeigt. Im Allegro moderato und dem abschließenden Allegretto dient die Sonatensatzform im Grunde nur als harmonisches Gerüst, da immer wieder neue Motive erklingen. Den stärkeren Tiefgang im melancholischen f-Moll-Mittelteil des Andante cantabile kostete Manfred Fock erschöpfend aus. Darüber hinaus präsentierte sich der Professor an der Musikhochschule Lübeck und Dozent am Hamburger International College of Music, 1943 in Kiel geboren, als werktreuer, bisweilen akademischer Interpret, der den Kompositionen den Vorrang lässt, anstatt sich selbst zu inszenieren. Über die Vollkommenheit von Beethovens Klaviersonate d-Moll op.31 Nr.2 mit dem Beinamen „Sturmsonate" schrieb bereits dessen Schiller Carl Czerny. Es scheint, als erwachse die Musik aus der Stille, und so, wie sie aufgetaucht sind, verebben die musikalischen Gedanken am Ende auch wieder im Nichts. Der dunkle Klang wird gestützt durch dynamische Ausformungen im 1. Satz, wuchtige Forte-Schläge und verhältnismäßig starken Pedaleinsatz. Und Manfred Fock, der das Stück gerade auf CD eingespielt hat, reizte die Extreme aus: Zum einen das Innehalten und der lyrische Gestus im Adagio, zum anderen das bisweilen beschwingte Allegretto mit seinem kantablen Thema im Stile eines Per­petuum mobile. Einen stilistischen Kontrast boten die Bruchstücke zur Winterreise des Lübecker Komponisten Friedhelm. Es sind Variationen durch Fragmentarisierung, betont skizzenhaft und aphoristisch verknappt. In memoriam Karl-Heinz Pinhammer, der 1985 starb, stellen die Bruchstücke eine Art Todesklage und Decollage der sieben Schubertschen Stationen dar, die im Spiegel der Erinnerungen gebrochen sind. „Durchaus phantastisch und leidenschaftlich vorzutragen": Diese Anweisung für den ersten Satz könnte als Motto über der ganzen Fantasie C-Dur op. 17 von Robert Schumann stehen. 1835/36 am Beginn von Schumanns jahrelangen Kämpfen um Clara Wieck ent­standen, ist das Werk vor allem im ersten der drei Sätze durch­zogen von plötzlichen Tempo-und Dynamikwechseln. Manfred Fock betonte hier vor allem das leidenschaftliche Moment. Viel Applaus und zwei Zugaben für einen anregenden Konzertabend

Flensburger Tageblatt 16.6.2009

Romantisches und Experimente

Pianist aus Lübeck gastierte am Alten Gymnasium Flensburg shz 

Klar und feinsinnig in ihrer Struktur, mit perlendem Anschlag versehen erklang Mozarts Sonate in C-Dur KV 330 im Lütke-Namens-Saal . Der bekannte Lübecker Pianist und Klavierprofessor Manfred Fock war zu Gast und verwöhnte seine Zuhörer mit einem Programm, welches seinen Schwerpunkt im klassisch-romantischen Klavierrepertoire fand. Manfred Fock zeigte seine ganze Erfahrung und spieltechnische Brillanz in leidenschaftlichem, aber durchaus auch — im Sinne der einzelnen Werke — gezügeltem Spiel, das durch präzise Formgestaltung und kultivierte Sanghaftigkeit bestach. Beethovens „Sturm"-Sonate als Hauptwerk des Abends wusste durch einen transparenten, durchdachten Klang und einen intelligenten Pedalgebrauch zu gefallen. Focks kräftiger Anschlag zur Untermauerung der dramatischen Stellen geriet nie grob, die sensiblen Stellen des Adagios und der Intermezzi des ersten Satzes wurden einfühlsam interpretiert. Zum Experiment — wie so häufig bei Musik aus der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts — gerieten Friedhelm  Döhls „Bruch­stücke zur Winterreise". Die für das klassisch geschulte Publikum ungewohnte Tonmalerei spielt mit Assoziationen der bekannten Lieder von Schuberts gleichnamigen Liederzyklus. Die Schwierigkeit, die zahlreichen Andeutungen, Zitate und Fragmente hörbar zu machen, meisterte Manfred Fock problemlos. Zum Abschluss bewies der Pianist mit einer romantisch-schwelgerischen Interpretation der Fantasie C-Dur von Robert Schumann sein Können, indem er eine gelungene Balance zwischen den leidenschaftlichen und introvertierten Passagen des schwierigen Schumann-Werkes fand und somit einem stimmigen Klavierabend zu einem gelungenen Abschluss verhalf. 

Lübecker Nachrichten - Mittwoch, 20.Januar 2010

Manfred Fock in Cismar gefeiert.

Cismar. Keine großen Gesten. Kein dramatisches Körpermitspiel. Manfred Fock nahm sich vollkommen zurück und ließ mit anrührender persönlicher Bescheidenheit allein der Musik den Vorrang. Der bekannte Lübecker Pianist und Klavierprofessor verwöhnte das  Publikum im Gewölbesaal  des Klosters Cismar mit einem klassisch-romantischen Programm und wurde frenetisch gefeiert. Diejenigen, die den Weg durch Eis und Schnee  nicht gescheut hatten, wurden mit einem meisterlichen Konzert belohnt, das – ohne vorhergehende schmälern zu wollen  - zum Höhepunkt der Cismarer Winter-Konzertsaison geriet. Manfred Fock setzte mit seinem virtuosen Spiel, seiner sensiblen und eindringlichen Interpretation und seiner brillanten Technik neue Maßstäbe.

 

Konzert in Shanghai am 24.03.2010

在演奏了杜荷的《冬之旅》选段之后,福克教授的琴声把遐想的听众带到了浪漫时代的德国。舒曼的《狂想节》由21首小曲组成,是作曲家早期最重要的钢琴作品 之一,也是浪漫主义钢琴作品的典范。福克教授精湛入微的演奏,不仅使在场的师生再一次重温浪漫时代的理想,更让大家体验到作品所蕴含的种种文化意义(无论 是具体的还是抽象的)。真正意义上的音乐表演并非只是一系列完美音响事件的先后发生。事实上,演奏家也是“守护者”,用自己的音乐来一次又一次呈现作品及 其人文意义,难道我们不能说:音乐表演恰恰是一种“守护”行为吗?作为意义“守护者”的钢琴演奏家和教授——可以说,福克教授则对于这样的称呼理当受之无 愧。

Übersetzung:

 Zuletzt spielte für Lehrer und Schüler unserer  Universität  der Pianist  Professor Manfred Fock. Professor Fock spielte moderne Klavier Werke wie Friedhelm Döhls "Bruchstücke zur Winterreise" und Schumanns "Carnaval" Op. 9. Es muss erwähnt werden, dass ein Künstler wie Professor Fock über unvergessliche Fähigkeiten verfügt.  Als der Meister Prof. Fock ruhig auf die Bühne kam und dann am Klavier saß, spürte jeder Zuschauer, welches  Gefühl vom Künstler ausging.  In seiner Welt ist nur das Klavier und die Musik der Mittelpunkt,  alles andere ist weit entfernt. Aus diesem Grund waren alle Zuschauer hellauf von ihm begeistert!  Prof. Fock  hat uns gelehrt, diesen Zustand auszudrücken: „Musik als ein Denken und Hinterfragen. Sie will  über ihre eigenen Grenzen gehen“.  Dieses sollte  Ziel für alle Musik Lernenden sein. Nach  Döhls  "Bruchstücke zur Winterreise"  brachte uns  Prof. Fock zu einer romantischen Traumreise nach Deutschland. Zu Schumanns Carnaval  gehören insgesamt 21 Stücke, die sind die wichtigsten frühen Klavierwerke des Komponisten, und sie sind Modell für viele romantische Klavierwerke. Professor Focks großartige Leistungen durchdringen  nicht nur die anwesenden  Lehrer und Schüler,  sondern lassen sie teilhaben an dem romantischen Ideal der Zeit und spiegeln gleichzeitig seine beeindruckende Berufserfahrung wieder und lassen  die verschiedenen implizierten kulturellen Bedeutungen  konkret und abstrakt fühlen. Diese Interpretation ist nicht nur eine Reihe von Veranstaltungen im  perfekten Klang, sondern sie spiegelt vielmehr die menschliche Bedeutung der eigenen Musik für den Pianisten wider. Man kann sagen, dass Professor Fock dieses Gefühl sehr gut dem Publikum herüberbringt.

 

Kritik (Februar 2016) zu meiner neuen CD mit Beethovens letzten drei Sonaten. Diese Kurzempfehlung erschien in den Zeitungen vieler deutscher Städte wie Hannover, Leipzig, Lübeck, Kiel etc. Die CD ist bei Amazon erhältlich (Amazon.de - Manfred Fock)